20. Mai 2013
  
  • Promoting nonviolence and protecting human rights defenders since 1981
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Beobachten – begleiten – schützen: 30 Jahre peace brigades international

Seit der Gründung der peace brigades international im Jahre 1981 auf Grindstone Island in Kanada hat die Arbeit der Organisation sich fortlaufend verändert und weiterentwickelt – jedoch immer mit dem selben Ziel: Auf gewaltfreiem Weg das Leben und die Sicherheit gefährdeter und bedrohter Personen zu schützen sowie Freiräume für AktivistInnen zu schaffen und zu erhalten, die sich weltweit für die Menschenrechte, für Frieden und Gerechtigkeit einsetzen. Die internationale Schutzbegleitung der peace brigades wie wir sie heute kennen, ist in einem langen Prozess gewachsen und stellt das Ergebnis einer 30jährigen Entwicklung voller Erfolge und Herausforderungen dar.

Alles begann in den 30er Jahren mit Mahatma Gandhi´s Idee, eine Friedensarmee (Peace Brigade) zu gründen. Aus dieser heraus entstand 1962 die "World Peace Brigade for Non-violent Action" (WPB), welche u.a. Friedensmärsche zur Unterstützung der Unabhängigkeitsbewegung in Sambia organisierte sowie im nordöstlichen Indien Abkommen zwischen der Regierung und Aufständischen aushandelte. Ehemalige Mitglieder der WPB und andere FriedensaktivistInnen aus der ganzen Welt gründeten daraufhin am 04.09.1981 die heutigen peace brigades international. Die Gruppe entschied, dass die Präsenz einer internationalen Friedensbrigade zur damaligen Zeit am dringendsten in Zentralamerika gebraucht wurde, wo es Anfang der 80er Jahre zu enormer Repression gegenüber der Bevölkerung kam und verschiedene Guerrillakriege in vollem Gange waren. Aus diesem Grund wurde 1983 die pbi-Arbeit mit dem spezifischen Ansatz der Schutzbegleitung erstmalig in Guatemala entwickelt. Im Verlauf der folgenden 30 Jahre wurde dieser Ansatz auf andere Konfliktgebiete ausgedehnt.

Die internationale Schutzbegleitung hat im Laufe der vergangenen 30 Jahre wichtige Erfolge erzielt. Das zivile Engagement für die Menschenrechte hat weltweit zugenommen und auch die Methode der internationalen Begleitung hat sich seit Bestehen der Organisation stetig weiterentwickelt. Die Präsenz der Friedensbrigaden hat nicht nur Menschenleben gerettet sondern auch zur Erhaltung der Freiräume von bedrohten MenschenrechtsverteidigerInnen beigetragen. Dafür hat pbi in den vergangenen zehn Jahren viele Auszeichnungen, Friedens- und Menschenrechtspreise gewonnen. Die Organisation wurde 2001 für den Friedensnobelpreis nominiert und bekam im selben Jahr für ihr Kolumbienprojekt den Martin Ennals Award verliehen, ein Menschenrechtspreis, der von zehn führenden Menschenrechtsorganisationen der Welt jährlich verliehen wird (u.a. Amnesty International, Human Rights Watch und Front Line).

Trotz dieser Erfolge und des stetigen Anwachsens der Organisation bleibt kaum Zeit, sich auf den bisherigen Erfolgen auszuruhen. Jedes Jahr brechen auf der Welt neue Konflikte aus und es gibt immer wieder Anfragen nach internationaler Schutzbegleitung. Diese Bitte um den Schutz der Menschenrechte sollte auch weiterhin gehört werden. Die Freiwilligen, Ehrenamtlichen und MitarbeiterInnen der peace brigades haben das Privileg, einigen der mutigsten und engagiertesten AktivistInnen der Welt zur Seite zu stehen. Sie geben ihnen die Sicherheit, die sie für ihre Arbeit benötigen. Ihr Engagement für eine gerechtere Welt wird ihnen auch die nächsten 30 Jahre die Kraft und Energie geben, ihre Arbeit zum Schutz der Menschenrechte und zur gewaltfreien Konfliktlösung fortzusetzen.

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