Historischer Marsch in Kolumbien: Zehntausende nehmen an Friedensmarsch teil
Ende April 2012 nahmen zehntausende Menschen am patriotischen Marsch in Bogotá teil, um Frieden und Gerechtigkeit einzufordern. Über 1700 Organisationen waren bei der Planung dieser Veranstaltung beteiligt, die als eine der größten Mobilisierungen dieser Art in die Geschichte Kolumbiens eingehen wird. Diese Initiative gibt den Opfern des bewaffneten Konflikts Hoffnung, dass ein demokratischer Wandel im Land möglich ist.
Gemäß Luis Eduardo Celis der "Korporation Nuevo Arcoiris" zeigt der Friedensmarsch, wie verschiedene soziale Bewegungen neue Strategien anwenden, um ihre Rechte einzufordern. Die Mischung aus mobilisierenden und anklagenden Aktionen und legalen Strategien, internationaler politischer Advocacy und Medienarbeit hat dazu geführt, dass die Forderungen der Zivilgesellschaft wahrgenommen werden. Der kolumbianischen Gesellschaft hat diese Bewegung gemäß Celis geholfen, sich des Leidens der Opfer des bewaffneten Konflikts bewusst zu werden und die Wichtigkeit ihrer Foderungen zu erkennen.
Der Bewegung der Opfer gehört auch die "Nationale Bewegung der Opfer von Staatsverbrechen" (MOVICE) an, die im Rahmen des Forschungsprojektes "Kolumbien nie wieder" ins Leben gerufen wurde. Während einer Versammlung im Jahr 2005 entschlossen 1500 Opfer, diese Bewegung zu gründen. Sie entwickelten Strategien im Kampf gegen die Straflosigkeit, in dem sie die Verbrechen gegen die Menschlichkeit dokumentieren und die kriminellen Methoden staatlicher Akteure anklagen.
Weitere Informationen: pbi Kolumbien: Social Movements in Colombia (Englisch) pbi Kolumbien: Movimientos sociales en Colombia (Spanisch) Fotos zum Friedensmarsch Beitrag von Telesur zum Friedensmarsch (Spanisch)
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