Fachtagung "Feindbilder und Friedenspädagogik"Auf der Fachtagung „Feindbilder und Friedenspädagogik“ brachten wir im Februar 2011 ca. 60 Akteure und Multiplikatorinnen der friedenspädagogischen Bildungsarbeit aus den fünf norddeutschen Bundesländern in der Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte Golm auf Usedom zusammen. Gemeinsam gingen wir den Fragen nach: Welche Mechanismen führen zur Entstehung von Feindbildern? Welche Auswirkungen haben Feindbilder? Welche Konfliktdynamiken entstehen? Wie können friedenspädagogische Ansätze den Blick für Feindbilder schärfen und ihnen entgegenwirken? Hierbei entfaltete der Tagungsort seine besondere Wirkung: Beim Besuch der Kriegsgräber- und Gedenkstätte Golm direkt an der polnischen Grenze spürten wir die Auswirkungen von Feindbildern der Vergangenheit und – ebenso brisant – der Gegenwart. In den Workshops wurden vielseitige pädagogische Ansätze und Projekte aus der Praxis vorgestellt, welche der Bearbeitung von Feindbilder nachgehen und gesellschaftliche Brücken bauen. Die inzwischen dritte friedenspädagogische Tagung wurde vom Friedenspädagogischen Netzwerk Norddeutschland organisiert. Das Netzwerk wurde 2008 gegründet. pbi ist Mitglied der Kerngruppe des Netzwerks und war Mitveranstalter der Tagung. Nach der Vernetzung mit friedenspädagogischen AkteurInnen in Mecklenburg-Vorpommern ist im nächsten Jahr eine Tagung in Niedersachsen in der Planung.
pbi-Bildungsprojekt dreht Film mit SchülerInnenDer Kurzfilm „Tod oder Liebe“ entstand im Rahmen des Bildungsprojekts "Menschenrechte lernen und leben" von peace brigades international. Mit Unterstützung des pbi-Bildungsreferenten Volker Uhl und den Filmemachern von Jugendfilm e.V. drehten zehn OberstufenschülerInnen des Gymnasiums Corveystraße in Hamburg ihren ersten eigenen Film. Ziel des zweiwöchigen Filmprojekts war die Produktion eines Kurzfilmes zum Thema Menschenrechte. Noch bevor die Dreharbeiten beginnen konnten, erhielten die SchülerInnen eine Einführung in die Menschenrechtsthematik. Außerdem wurde ihnen anhand von Filmbeispielen erläutert, wie Filme entstehen und mit welchen ästhetischen und technischen Mitteln Geschichten im Medium Film erzählt werden können. Als Resultat entstand ein Film im Stile von „1984“ und „Brave New World", in dessen Vordergrund das Recht auf Meinungsfreiheit steht.
Pläne für einen neuen Film bestehen bereits: Auch in diesem Jahr wird das Bildungsprojekt gemeinsam mit SchülerInnen des Gymnasiums Corveystraße einen Film produzieren. Dieses Mal soll es ein Dokumentarfilm werden.
Theaterprojekt "Armut und Menschenrechte"In Zusammenarbeit mit der Friedensorganisation "Service Civil International" (SCI) und der Obdachlosentheatergruppe "Obdach-Fertig-Los" gestaltete pbi 2009 ein Theaterprojekt zum Thema "Armut und Menschenrechte", das im Rahmen eines internationalen Workcamps von SCI stattfand. Freiwillige aus verschiedenen Ländern hatten sich in Hamburg zusammengefunden, um für zwei Wochen an einem sozialen Projekt zur Unterstützung der Suppen-Küche „Alimaus“ teilzunehmen. Während sie hierbei tagsüber in der Küche aushalfen, reflektierten sie abends in den pbi-Theaterworkshops ihre eigenen Einstellungen zum Thema Armut und Menschenrechte. Besonders interessant und wichtig war es für die TeilnehmerInnen mit den Mitgliedern der Obdachlosentheatergruppe "Obdach-Fertig-Los" direkt ins Gespräch zu kommen. So beschrieben sie ihre Erfahrungen auf der Straße, erläuterten ihre Gründe, weshalb sie obdachlos wurden und berichteten über Formen der Diskriminierung, die sie alltäglich spüren.
Hamburger FriedenslaufMit dem "Hamburger Friedenslauf" setzten insgesamt 3000 LäuferInnen unter der Schirmherrschaft des Dalai Lama 2007 und 2009 in der Hamburger Innenstadt ein sichtbares Zeichen für den Frieden. Der Friedenslauf ist Sportevent und Bildungsprojekt, Sponsorenlauf und Friedensdemonstration zugleich. Im Vorfeld des Laufes erarbeiteten sich Kinder und Jugendliche im Rahmen eines umfangreichen Begleitprogramms in Schulen das Thema der Menschenrechte. Anschließend begaben sie sich auf die Suche nach Sponsoren, die pro gelaufener Runde einen bestimmten Betrag an internationale Friedensprojekte spendeten.
Schülerpraktika in der GeschäftsstelleSeit 2008 bieten wir SchülerInnen ab Klasse 9 die Möglichkeit, ein Praktikum in unserer Geschäftsstelle zu absolvieren. Viele SchülerInnen sind etwa zwei Wochen im Büro, manche engagieren sich auch weiter an ihrer Schule und gründen dort beispielsweise eine Menschenrechts-AG. Während des Praktikums bekommen sie einen Einblick in die Arbeit einer internationalen Menschenrechtsorganisation und übernehmen verantwortungsvolle Aufgaben in verschiedenen Arbeitsbereichen, etwa in der Öffentlichkeitsarbeit. Die SchülerInnen haben die Chance, Strukturen einer Organisation kennen zu lernen, die nicht hierarchisch gegliedert ist, sondern Entscheidungen auf allen Ebenen mittels des Konsensprinzips trifft.
BenefizkonzertLisa Buddrus, Schülerin am Helene-Lange-Gymnasium in Hamburg, organisierte 2007 in Zusammenarbeit mit pbi und der UNESCO-SchülerInnen-Gruppe ein Benefizkonzert zur Unterstützung der pbi-Auslandsprojekte. Nach einer kurzen Präsentation der Arbeit von pbi in Konfliktregionen und der Bildungsarbeit in Deutschland waren SchülerInnen aus verschiedenen Jahrgängen mit ihren Bands an der Reihe. Doch auch die LehrerInnen engagierten sich und stiegen selbst mit ihrer eigenen Band auf die Bühne!
SchülerInnentheatergruppe "Die Friedensfunken"Ziel der "Friedensfunken" war es, durch kurze Theatersequenzen im öffentlichen Raum die Zivilcourage der PassantInnen zu testen. Die Darstellung der Szenen waren von subtilen und offenen Gewaltformen geprägt. Während der Inszenierungen gaben sich die SchülerInnen in ihrer Rolle nicht zu erkennen. Als Beispiel: Bei einer Szene sexueller Belästigung in einer S-Bahn schauten die meisten MitfahrerInnen weg. Doch auch unter ihnen versteckten sich einige Friedensfunken - weitere TheatermitspielerInnen - die mit den Fahrgästen nach der Szene ins Gespräch kamen, um das Geschehene zu reflektieren. Die Szenen dauerten in der Regel nicht mehr als 5 Minuten und sie wurden nie als Theaterszenen entpuppt.
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Ihre Spende hilft!pbi schützt bedrohte MenschenrechtsaktivistInnen und schafft Raum für Frieden: pbi rettet Leben. NachrichtenMexiko: Mitglied von COPUVO bei Protest gegen Silbermine in Oaxaca getötet Justiz in Guatemala - Ehemaliger Diktator unter Hausarrest Radio Köln überträgt am 28. Januar einen Beitrag zu 30 Jahre pbi Veranstaltungen"Im Einsatz für Frieden in Lateinamerika": pbi-Veranstaltungsreihe in Bayern mit Heike Kammer Internationale Münchner Friedenskonferenz: pbi ist mit Infostand dabei Stuttgart Open Fair 2012: Heike Kammer ist mit Rositas Puppenbühne dabei |

