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Zuletzt aktualisiert: 9.03.2010
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ZFD-Freiwilligendienst (Ausland)

 

Eine Form des Freiwilligendienstes bei pbi ist ein zweijähriger* Einsatz als so genannte „Friedensfachkraft“ im Rahmen des Programms “Ziviler Friedensdienst“ (ZFD).

*Aufgrund der vorgeschalteten dreimonatigen Vorbereitungsphase dauert der Freiwilligendienst insgesamt 27 Monate. Er kann auf Antrag um ein Jahr verlängert werden.

Über den ZFD
Der Zivile Friedensdienst (ZFD) ist ein 1999 ins Leben gerufenes Programm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), das in Zusammenarbeit mit Friedens- und Entwicklungsdiensten weltweite Auslandseinsätze von Friedensfachkräften finanziert. Ziel des ZFD ist es, Maßnahmen lokaler Partnerorganisationen in Krisenregionen zu unterstützen, die den Ausbruch gewaltsamer Konflikte zu verhindern suchen (zivile Krisenprävention), die zu einer Stärkung friedlicher Konfliktbeilegung beitragen (Gewaltminderung) und die durch den Aufbau friedensfördernder Strukturen nach Konflikten sich in einer langfristigen Friedenssicherung engagieren (Konfliktnachsorge).

Derzeit sind 144 ZFD-Freiwillige in rund 40 Ländern im Einsatz. Ihre Aufgaben sind vielfältig. Sie reichen von Menschenrechtsschutz und internationaler Beobachtung bis hin zu Vermittlungsbemühungen oder der Qualifizierung lokaler Organisationen in Methoden der zivilen Konfliktbearbeitung. Organisationen, die ZFD-Friedensfachkräfte entsenden, sind die am sog. Konsortium ZFD beteiligten Organisationen. Umfangreiche Informationen zum ZFD können Sie hier herunterladen.

pbi und der ZFD
Die Entsendung der ZFD-Friedensfachkräfte erfolgt in Zusammenarbeit mit einem nach dem Entwicklungshelfergesetz anerkannten Entwicklungsdienst. pbi hat hierzu ein Rahmenabkommen mit dem Evangelischen Entwicklungsdienst (EED) zur gemeinsamen Entsendung von Friedensfachkräften unterzeichnet. Dabei übernimmt pbi als Trägerorganisationen die inhaltliche Verantwortung für die Projekte und für die Betreuung der Friedensfachkräfte. Der EED unterstützt pbi bei der Verwaltung der ZFD-Verträge und übernimmt die sozialversicherungspflichtige Meldung der ZFD-Freiwilligen von pbi.

pbi – Deutscher Zweig e. V. ist über die "Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden" (AGDF) mittelbar am Konsortium ZFD beteiligt und im wahrsten Sinne des Wortes ZFD-Trägerorganisation der ersten Stunde: Die erste ZFD-Friedensfachkraft, die das BMZ 1999 im Rahmen des neu geschaffenen Programms finanziert hat, war die pbi-Freiwillige Christiane Schwarz (Kolumbien), damals noch in Zusammenarbeit mit dem anerkannten Entwicklungsdienst EIRENE. Weitere ZFD-Freiwillige folgten und zurzeit arbeiten in den pbi-Projekten fünf pbi-Freiwillige mit einem Entsendevertrag als ZFD-Friedensfachkraft. Der ZFD-Freiwilligendienst hat sich damit bei pbi zu einem wichtigen Standbein entwickelt.

Der Freiwilligendienst wird formell durch einen Vertragsabschluss begründet. ZFD-Freiwillige schließen mit dem jeweiligen pbi-Projekt einen Dienstvertrag ab, und mit pbi – Deutscher Zweig e. V. und dem EED einen Entwicklungshelfervertrag.

Mehr Informationen zum ZFD

Die gemeinsame Internetseite aller Träger des Zivilen Friedensdienstes, die alle Informationen rund um den ZFD in übersichtlicher Darstellung enthält, ist die Internetseite des Konsortiums ZFD.

In der Broschüre des ZFD „Mehr Frieden wagen... Wege zur Überwindung von Gewalt – Sieben Jahre Ziviler Friedensdienst“ (4,5 MB) informiert der ZFD über seine Arbeit und Ziele. Daneben wird die konkrete Friedensarbeit einiger ZFD-Trägerorganisationen vorgestellt; darunter auch pbi. Die von pbi geleistete Begleitarbeit wird am Beispiel (270 KB) der ZFD-Freiwilligen Mona Bricke und Alexander Blessing beschrieben.

Links zu weiteren Behörden, Institutionen und Organisationen, die mit dem ZFD befasst sind:

 Nachlesenswertes zum Thema ZFD:

Ziviler Friedensdienst oder zivil-militärische Kooperation

"Der 1999 eingeführte Zivile Friedensdienst gilt als Vorzeigeprojekt rotgrüner
Entwicklungspolitik. Denn es geht ihm erklärtermaßen um die Stärkung von
Formen, Konflikte gewaltfrei auszutragen. Bisherige Projekterfahrungen
weisen darauf hin, dass dies partiell auch gelingt. Jedoch gibt es zunehmend
Überlegungen, den Zivilen Friedensdienst in die verstärkte Kooperation von
Bundeswehr und Entwicklungszusammenarbeit einzubeziehen [...]"

Die pbi-Freiwillige Monika Bricke, die als ZFD-Friedensfachkraft in
Mexiko ist, berichtet in der Juni-Ausgabe (lfd. Nr. 285) der Zeitschrift des informationszentrums 3. welt Freiburg (iz3w) über die akutellen konzeptionellen Entwicklungen des Zivilen Friedensdienstes.

Den vollständigen Artikel "Zivil dem Frieden dienen" finden Sie hier.

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