Die internationale Schutzbegleitung ist eine Strategie, die MenschenrechtsverteidigerInnen und Gruppen, deren Leben und Arbeit durch politische Gewalt bedroht ist, schützt. Seit 30 Jahren hat pbi hunderte von Organisationen, Menschen und Gemeinschaften in neun Ländern begleitet und geschützt. Unsere Präsenz hat ihnen geholfen, trotz Bedrohungen und Diffamierung ihre Arbeit fortzusetzen und auszuweiten. Während dieser 30 Jahre kam kein einziger pbi-Freiwilliger zu Schaden.
In den Projektländern begleiten wir (u. a.): Umweltorganisationen, Bauernorganisationen, indigene Gemeinschaften, AnwältInnen, Frauenorganisationen, Gewerkschaften, Familienangehörige der Opfer von Gewalt, Vertreibung, außergerichtlichen Hinrichtungen und Verschleppung.
Was bewirkt die internationale Schutzbegleitung?
- Schutz bedrohter MenschenrechtsaktivistInnen und Organisationen
- Moralische Unterstützung für Einzelpersonen und zivilgesellschaftliche Bewegungen
- Beteiligung an der Entstehung bzw. Stärkung einer globalen Bewegung für Frieden und Menschenrechte
Die internationale Schutzbegleitung hat unterschiedliche Formen und Ebenen. Wenn die Bedrohung zugenommen hat, ist die Schutzbegleitung oft rund um die Uhr nötig. In anderen Situationen besuchen die Freiwilligen regelmäßig die Büros der Organisationen oder begleiten bedrohte MenschenrechtsverteidigerInnen auf ihren Reisen. Manchmal genügen auch schon einfache Telefonanrufe, um sich von der Sicherheit der MenschenrechtsverteidigerInnen zu überzeugen.
Die Voraussetzung für eine funktionierende Schutzbegleitung ist der internationale Rückhalt. Darunter ist der diplomatische und ökonomische Druck gemeint, den Regierungen, Diplomaten und Behörden auf die GewaltakteurInnen ausüben können. Aus Angst vor Sanktionen oder eben diesem diplomatischen und ökonomischen Druck, wollen die GewaltakteurInnen nicht, dass die Welt erfährt, was sie machen, wollen keine negativen Schlagzeilen riskieren und mit Menschenrechtsverletzungen in Verbindung gebracht werden. Die pbi-Freiwilligen sind AugenzeugInnen und erinnern die GewaltakteurInnen daran, dass ihre Aktionen national und international ein Nachspiel haben werden.